Sanssouci war Friedrichs des Großen Antwort auf Versailles – jedoch als intime Sommerresidenz, nicht als Hofstaat konzipiert. Zwölf Räume entlang eines einzigen Flügels, thronend über einer terrassierten Weinbergsanlage, die sich 30 Meter vom Parkboden erhebt. Friedrich entwarf es selbst; der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaute es 1747. Der Name stammt aus dem Französischen sans souci – ohne Sorgen.
Im Inneren sind die Rokoko-Interieurs fast exakt so erhalten, wie Friedrich sie hinterließ. Der Musiksaal, in dem er mit C.P.E. Bach Flöte spielte. Das Konzertzimmer. Die Marmorhalle mit korinthischen Säulen. Die kleine Bibliothek, in deren Büchern sich noch die handschriftlichen Anmerkungen des Königs befinden. Das Voltaire-Zimmer, in dem der französische Philosoph drei Jahre lang lebte.
Der 287 Hektar große Park Sanssouci umgibt das Schloss: Ziergärten, das Neue Palais (Friedrichs Prunkstück für königliche Gäste), die Bildergalerie, das Chinesische Haus und ein Dutzend weiterer Bauten. Seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Die von uns angebotene Tageskarte deckt jedes königliche Schloss in Potsdam ab, das von der Stiftung betrieben wird und an Ihrem Tag geöffnet ist – nur zwei kleinere Außenhäuser sind ausgenommen. Aus einer Handvoll Einzeltickets wird ein Ticket, ein Tag.